Pressemitteilung · 18.11.2008 Bessere PISA-Ergebnisse erfordern eine andere Lehrerbildung


Zu den Ergebnissen der PISA-Studie 2006 erklärt die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk:

„Schleswig-Holstein hat erst 2006 eine tiefgreifende Schulreform beschlossen, die auch den Problemen entgegenwirken soll, die durch die PISA-Studie offenbar werden. Deshalb werden wir noch einige Jahre warten müssen, bevor sich in PISA die Wirkung der neuen Schulpolitik zeigt.

Trotzdem macht die aktuelle PISA-Studie auch deutlich, dass es hier nicht nur um Schulstrukturen geht, sondern ebenso um die Qualität des Unterrichts. Gemeinschaftsschulen sind der richtige Rahmen, um schnell auf Entwicklungen zu reagieren. Aber letztlich kommt es darauf an, wie dieser Rahmen genutzt wird. Gemeinschaftsschule funktioniert nur gut, wenn Ressourcen für die individuelle Förderung vorhanden sind. Dabei geht es sowohl um Mittel für Lehrerstellen als vor allem auch um die Ausbildung der Lehrkräfte.

Wenn jemand eine neue Maschine bedienen muss, dann wird er in der Regel umfangreich dafür geschult. Wenn es um unsere Schulkinder und ein neues Schulsystem geht, dann glaubt die Landesregierung aber auf eine neue Lehrerbildung verzichten zu können. Das kann nicht gut gehen. Es ist ein großer Fehler, dass die Große Koalition an der Lehrerbildung nichts ändern will und unsere Universitäten weiterhin traditionell für das dreigliedrige Schulwesen ausbilden lässt. Die Schulreform wird letztlich nur zu optimalen PISA-Ergebnissen führen, wenn auch die Lehrerausbildung an die neuen Schulformen angepasst wird.“


Weitere Artikel

Pressemitteilung · Kiel · 04.06.2026 Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz: Weiterhin offene Fragen

Zu der persönlichen Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz zu dem gegen ihn laufenden Disziplinarverfahren erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 04.06.2026 Verfassungsschutzbericht: Wo endet Analyse und wo beginnt politische Agenda?

Zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025 erklärt die innenpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 04.06.2026 SSW fordert Einführung von Gehörlosengeld

Wer gehörlos ist, hat in Schleswig-Holstein bislang keinen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Doch für Hilfsmittel wie Gebärdensprachdolmetscher entstehen hohe Kosten. Der SSW fordert schon lange, ein wichtiges Signal für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen und ein Gehörlosengeld einzuführen. Nun hat die Landtagsfraktion einen Gesetzentwurf (Drucksache 20/4515) vorgelegt.

Weiterlesen