Pressemitteilung · 02.02.2001 BSE: "Anstatt einer Herodesprämie sollten EU-Mittel sinnvoll ausgegeben werden"

Aufgrund der Erwägungen der EU, Landwirten für die Tötung neugeborener Kälber eine Prämie zu zahlen, um somit der Überproduktion von Rindfleisch entgegenzuwirken, äußerte sich der agrarpolitische Sprecher der SSW-Landtagsvertretung, Lars Harms, heute in Flensburg:

"Ich halte eine solche Erwägung der EU für äußerst bedenklich und verkehrt. Die EU überspannt mit ihren neuesten Erwägungen den Bogen. Diesen Weg wird der SSW nicht mitgehen. Mit derartigen Maßnahmen verleitet die EU förmlich unsere Landwirte zu einer Überproduktion von Kälbern. Die Diskussion über die Vernichtung von 400.000 Rindern, ist in Deutschland noch nicht einmal beendet und schon kommt der nächste Vorstoß zu einer möglichen Massenvernichtung. Anstelle die EU-Mittel für derartig perfide Tötungen auszugeben, sollte eher darüber nachgedacht werden, ob es nicht besser wäre, das Geld den Landwirten ohne Bedingungen als Soforthilfe zukommen zu lassen. Wir wissen alle, dass das Thema BSE uns noch die nächsten Jahre begleiten wird, daher sollte auch von Seiten der EU nachhaltig und verantwortungsvoll mit dem Geld umgegangen werden."

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