Pressemitteilung · 22.02.2008 Kanal-Baggergut vor Sylt verwenden?

Der SSW fordert die Landesregierung auf, weitere Möglichkeiten zu untersuchen, wie das Baggergut vom Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals für den Küstenschutz verwendet werden kann. „Die etliche Millionen Kubikmeter Boden aus dem Kanal könnten an den Küsten sinnvoll eingesetzt werden. Leider beschränkt sich die Landesregierung dabei auf die mögliche Verwendung im Deichbau, wo der Nutzen begrenzt ist. Dabei könnte das unbelastete Baggergut auch im Meer vor den Inseln Verwendung finden“, sagt der umweltpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms.

„Aus meiner jüngsten Kleinen Anfrage geht vor, dass die Landesregierung nur die Verwendung des Baggerguts im Deichbau geprüft hat. Dabei gibt es auch andere Möglichkeiten. Man könnte es zum Beispiel nutzen, um Auskolkungen im Meeresboden vor Sylt aufzufüllen, durch die starke Strömungen entstehen. Damit ließen sich die Sandabbrüche an der Insel vermindern.

Bei dem Baggergut handelt es sich nach Aussage der Umweltministeriums überwiegend um eiszeitliche Mergel-Ablagerungen, die nicht belastet sind. Dieses Material könnte also bedenkenlos für den Küstenschutz eingesetzt werden, statt es nutzlos woanders in die Natur zu kippen. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, weitere Möglichkeiten zu prüfen, das Material aus dem Nord-Ostsee-Kanal sinnvoll im Küstenschutz weiter zu verwenden.“


Die vollständige Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage des SSW-Abgeordneten Lars Harms (Landtagsdrucksache 16/1853) können Sie bei unserem Pressesprecher (Tel 0431-988 1383) beziehen.
 
 

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