Pressemitteilung · 14.05.2001 Landesregierung nimmt eigenes Güterverkehrskonzept nicht ernst

Der verkehrspolitische Sprecher der SSW-Landtagsvertretung, Lars Harms hatte in einer Kleine Anfrage über den Güterverkehr in Schleswig-Holstein (Drucksache 15/946) die Landesregierung u.a. gefragt, wie sich der kombinierte Verkehr in den regionalen Zentren Flensburg, Rendsburg, Neumünster und Lübeck seit 1999 entwickelt. Dazu wollte Lars Harms wissen welche Aktivitäten und Initiativen die Landesregierung plant, um den kombinierten Verkehr in den regionalen Zentren voranzubringen.

„Noch 1999 hatte der damalige Verkehrsminister Bülck im Wahlkampf mit großer Geste ein integriertes Güterverkehrskonzept für Schleswig-Holstein präsentiert. Ziel des Konzeptes war es u.a. angesichts des zu erwartenden starken Anstiegs des Güterverkehrs aufzuzeigen, welche Maßnahmen notwendig sind, um mehr Güter auf die Schiene und auf das Schiff zu verlagern. Einen wichtigen Beitrag sollte hierbei der kombinierte Verkehr von der Schiene oder dem Wasser auf LKW - nicht zuletzt in den regionalen Zentren - spielen. In ihrer Antwort macht die Landesregierung aber deutlich, dass seit 1999 außer in Lübeck fast nichts passiert ist, um den regionalen kombinierten Verkehr voranzubringen. Man bekommt den Eindruck, dass die Landesregierung ihr eigenes Güterverkehrskonzept nicht ernst nimmt ,“ so Lars Harms.

Laut Antwort der Landesregierung seien darüber hinaus bisher nur Planungen für ein Güterverkehrszentrum einschließlich eines KV-Terminals in Neumünster in Gange.

„Wenn wir in Zukunft eine realistische Möglichkeit haben wollen, den massiven Güterverkehrsanstieg in Schleswig-Holstein in den Griff zu bekommen, muss die Landesregierung stärker als bisher aktive Maßnahmen ergreifen, um den Ausbau des kombinierten Verkehrs auch in Flensburg und Rendsburg zu födern," so der SSW-Abgeordnete.

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