Pressemitteilung · 04.02.2009 Ölförderung: Das Wattenmeer ist keine Wüste

Zur heutigen Berichterstattung der Husumer Nachrichten, wonach die Landesregierung Teile des Wattenmeers aus der Gebietskulisse für das potentielle Weltnaturerbe herauslösen will, um dort Explorationsbohrungen zu ermöglichen, erklärt der umweltpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms:

„Kaum ist der Umweltminister bei den Scheichs im Oman zu Besuch, schon will die Landesregierung für die Ölkonzerne den Naturschutz aufheben. Unser Wattenmeer ist aber keine Wüste sondern ein hochkomplexes Ökosystem, in dem Fördertürme nichts verloren haben.

Ölbohrungen haben im Wattenmeer genauso wenig zu suchen wie eine Chemiefabrik in einem Kindergarten. In einem Gebiet, das Nationalpark ist und sich Hoffnung auf den Weltnaturerbe-Status macht darf weder horizontal, vertikal oder schräg gebohrt werden. Im Gegenteil: Die Ölkonzerne müssen aus der Förderung im Wattenmeer aussteigen.

Eine Herausnahme von Enklaven aus dem bisher geplanten Wattenmeergebiet für ein Weltnaturerbe, um dort Explorationsbohrungen und Erdölförderung zu ermöglichen, widerspricht den Zielen, die mit einem Weltnaturerbe verbunden sind. Da dies der Landesregierung offensichtlich egal ist, muss das Parlament sie zurückpfeifen. Der Landtag muss sich klar gegen eine Änderung der Gebietskulisse zur Anmeldung für ein ‚UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer‘ aussprechen. Einen entsprechenden Antrag für die Februar-Tagung des Landtages hat der SSW heute eingebracht.“


Den SSW-Antrag „Keine Enklaven im Weltnaturerbe Wattenmeer“ finden Sie im SSW-Presseservice

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 13.01.2026 Diako wird Malteser: Übernahme mit schlechtem Beigeschmack

Heute wurde bekannt, dass das evangelische Flensburger Diako-Krankenhaus in Kürze vom katholischen Träger Malteser übernommen wird und dieser auch die alleinige Trägerschaft des neuen Fördeklinikums innehaben wird. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion und Flensburger Abgeordnete, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · 15.01.2026 Wohnungslosigkeit darf nicht unter dem Radar laufen

Immer mehr Menschen rutschen in die Wohnungs- oder Obdachlosigkeit, doch in Schleswig-Holstein mangelt es an handfesten Daten und Leitlinien zum Thema. Die SSW-Fraktion möchte Licht ins Dunkel bringen und fordert die Landesregierung auf, einen Bericht über die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen in Schleswig-Holstein vorzulegen (Drucksache 20/4001).

Weiterlesen

Pressemitteilung · 14.01.2026 Unsere Häfen brauchen verlässliche Perspektiven

Zum heutigen Fachgespräch im Wirtschaftsausschuss zur Hafeninfrastruktur in Schleswig-Holstein erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen