Pressemitteilung · 08.11.2016 SSW will verlässlichere Planung und eigene Lehrmittel für den Friesisch-Unterricht

Ortstermin: Friesische Vereine und das Nordfriisk Instituut freuen sich über verbesserte Zuschusssituation, sehen aber Optimierungsbedarf im Lehrbereich. Lars Harms: „Da wollen wir nachlegen“.

An den Schulen in Nordfriesland durchgehenden Friesisch-Unterricht zu erteilen, ist derzeit nicht einfach. Darauf machten Vertreter des Friesenrates aufmerksam, als sie am vergangenen Freitag zu Gesprächen mit dem Vorsitzenden des SSW im Landtag, Lars Harms, im Friisk Hüs in Bredstedt zusammen kamen. 

Ein dickes Lob bekam der Husumer SSW-Abgeordnete vorab mit auf den Weg, weil die Küstenkoalition nicht nur die Kürzungen der Vorgängerregierung rückgängig gemacht, sondern die Zuschusssituation auch darüber hinaus verbessert habe. 

Beim Friesisch-Unterricht jedoch bestehe noch Optimierungsbedarf,  gab die Vorsitzende des Friesenrates, Ilse Johanna Christiansen, zu bedenken. So stünden einfach zu wenig Friesischlehrer zur Verfügung, um Krankheit oder Schulungen im Alltag kompensieren zu können. Es fehle zudem an einer durchgehenden Planung für den Lehrerbedarf, so der Vorsitzende der Friisk Foriining, Bahne Bahnsen. Lars Harms konnte jedoch mitteilen, dass diese Problematik dem SSW nicht unbekannt sei und der SSW traditionell darauf aufmerksam mache, dass hier eine übergeordnete Planung vonnöten ist.

Gleiches gilt für ein weiteres Thema, das der SSW-Abgeordnete im Anschluss auch mit Vertretern des Nordfriisk Instituut beriet: Es gibt nach wie vor den Bedarf nach friesischen Lehrbüchern und Lehrmaterialien. Bisher haben sich hier insbesondere die Lehrer selbst eingebracht, geeignetes Lehrmaterial zusammen zu stellen. Zielführender wäre es jedoch, vereinheitlichtes Lehrmaterial nach Vorbild des mittlerweile erschienenen Lehrbuchs für Niederdeutsch erstellen zu lassen.  

Das Nordfriisk Instituut wäre nach Angaben von Direktor Thomas Steensen problemlos in der Lage, friesischsprachiges Lehrmaterial nicht nur auszuarbeiten, sondern auch zu verlegen. Hierfür bedürfte es jedoch einer zusätzlichen beim Institut angesiedelten Stelle. 

Lars Harms konnte mitteilen, dass auch diese Forderung bereits heute im Programmentwurf des SSW für die kommende Legislaturperiode enthalten ist.

<link http: www.ssw.de fileadmin user_upload frisergruppe.jpeg external-link-new-window>Bildlink 1:

Von links nach rechts: 

Ilwe Boysen, Geschäftsführer Friisk Foriining, Ilse Johanna Christiansen, Vorsitzende des Friesenrates, Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag, Bahne Bahnsen, Vorsitzender des Friisk Foriining und Frank Nickels, Geschäftsführer des Friesenrates.

 

<link http: www.ssw.de fileadmin user_upload nordfriisk.jpeg external-link-new-window>Bildlink 2:

Gespräche beim Nordfriisk Instituut, v.l.n.r.: Ernst August Petersen, Schatzmeister, Gyde Köster, Vorstand, Lars Harms, SSW im Landtag, Imken Völpel-Krom, Vorsitzende, Thomas Steensen, Direktor und Peter Nissen, Vorstand. 

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 12.05.2022 Lars Harms übernimmt Vorsitz der SSW-Fraktion

Die SSW-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag hat heute im Kieler Landeshaus Lars Harms zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Die Abstimmung für den 57-Jährigen Abgeordneten aus Husum fiel einstimmig aus.

Weiterlesen

Pressemitteilung · 13.05.2022 Seidler zu 9-Euro-Ticket: Guter ÖPNV ökologische und soziale Frage

Der Flensburger Abgeordnete hat in der Debatte im Bundestag zum 9-Euro-Ticket klar gemacht, dass die Verkehrspolitik der Regierung sich nicht auf eine zeitlich begrenzte Vergünstigung des Nahverkehrs beschränken darf, welche ohne nachhaltigen Effekt zu verpuffen droht.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 13.05.2022 SSW-Ratsfraktion Kiel zu steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen: Bekämpfung sozialer Härten in den Fokus nehmen

Die Folgen des Kriegs in der Ukraine sind auch in Kiel spürbar. Die Energie- und Lebensmittelpreise steigen immer weiter, die Tafeln kommen an ihr Limit. Die SSW-Ratsfraktion hat eine Aktuelle Stunde für die kommende Sitzung der Ratsversammlung beantragt. Ziel ist, eine Diskussion zu eröffnen, wie die Kieler Kommunalpolitik ihren Fokus auf die drängenden sozialen Fragen legen kann um die notwendigen Maßnahmen zu erarbeiten damit die sich jetzt schon abzeichnenden Härten für die Kieler Bevölkerung abgefedert werden können. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen