Pressemitteilung · 06.01.2020 Tierheime brauchen mehr Geld - nicht mehr Bürokratie

Seit 2018 stellt die Landesregierung Fördermittel zur Verfügung, um den Investitionsstau bei den Tierheimen abzubauen. Doch die Förderrichtlinie ist kompliziert und der Aufwand für die meisten Tierheime zu hoch, wie eine kleine Anfrage des SSW (Drs. 19/1897) zeigt: Denn von den Landesmitteln kommt dort kaum etwas an.

Lars Harms am Meer

Von den 250.000 Euro, die das Land im Jahr 2019 für investive Maßnahmen in Tierheimen bereit gestellt hat, sind nach Angaben der Landesregierung gerade einmal rund 7.300 Euro an Tierheime ausgezahlt worden.

„Das ganze 97 Prozent der Fördermittel im Umweltministerium versacken, ist nur schwer erträglich. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Tierheime im Land einen Sanierungsstau von schätzungsweise 2 Mio. Euro vor sich herschieben“, sagt Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag.
Dabei hätte Jamaika längst gegensteuern können, sagt Harms. Denn schon seit 2018 hätten Tierheimbetreiber immer wieder die hohen bürokratischen Hürden beklagt, die mit den Zuwendungsanträgen verbunden seien: Aufwändige Nachweispflichten, zwingende Eigenmittel und auch die vorrangig zu beantragenden kommunalen Zuschüsse würden jeden noch so ambitionierten Zeitplan über den Haufen werfen, kritisiert Harms. Zwar habe Albrecht im Juli 2019 versucht die Richtlinie zu entschärfen, sei damit aber offensichtlich gescheitert. „Das Ganze ist für die meist ehrenamtlichen Kräfte in den Tierheimen auch weiterhin schlicht nicht leistbar. Die Tierheime brauchen mehr Geld - nicht mehr Bürokratie“, so Harms.

Der SSW-Landtagschef hat deshalb Umweltminister Albrecht aufgefordert, die Förderrichtlinien nochmals zu vereinfachen: „Minister Albrecht muss den Tierschutz endlich über die Ministerialbürokratie stellen. Der SSW hat das Förderprogramm damals schließlich nicht mit auf den Weg gebracht, um den Etat des Umweltministers aufzubessern, sondern um Tierheimen zu helfen“, so Harms.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 02.11.2026 Gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Vor den Tafeln stehen die Menschen Schlange. Doch wie viele Menschen in Schleswig-Holstein tatsächlich von Ernährungsarmut betroffen sind, weiß niemand genau. Dabei reicht das Problem weit über diejenigen hinaus, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Der SSW fordert deshalb mit einem Landtagsantrag ein landesweites Handlungskonzept gegen Ernährungsarmut. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Kiel · 03.11.2026 Kieler Schuldenstand: Projekte überdenken, soziale Einschnitte abschwächen

Zu der Diskussion um das Kieler Haushaltsdefizit und die Entwicklung der Kieler Schulden erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

Weiterlesen

Veranstaltung · 04.11.2026 Einwohnerversammlung Flensburg mitgestalten – Deine Meinung zählt!

Wie gut ist Flensburg auf Krisen vorbereitet? Und wie können Bürgerinnen und Bürger künftig direkten Einfluss auf die Stadtpolitik nehmen?Darum geht es bei der nächsten Einwohnerversammlung am 4. November 2026!

Weiterlesen